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	<title>Farbfilmblog - Die schönsten Filme aller Zeiten</title>
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		<title>Zum 30. Todestag: Rainer Werner Fassbinder</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 11:47:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deborah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturverfilmung]]></category>
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		<description><![CDATA["Schlafen kann ich, wenn ich tot bin." Dieser berühmte Satz stammt von niemand anderem als einem der einflussreichsten Regisseure des sog. Neuen Deutschen Films: Rainer Werner Fassbinder! Einen kurzen Rückblick anlässlich seines 30. Todestags lest ihr jetzt hier.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[

<p><img class="alignnone size-full wp-image-611" title="RWF" src="http://www.farbfilmblog.de/wp-content/uploads/2012/05/fassbinder-rainer-werner.jpg" alt="" width="540" height="396"></p>
<p>&bdquo;Schlafen kann ich, wenn ich tot bin.&ldquo; Dieser ber&uuml;hmte Satz stammt von niemand anderem als einem der einflussreichsten Regisseure des sog. Neuen Deutschen Films: Rainer Werner Fassbinder. Angesichts seines filmischen Werks, welches &uuml;ber 29 Spielfilme und zw&ouml;lf Fernsehproduktionen umfasst (u.a. auch TV-Serien wie <em>Welt am Draht</em>), ist das mit dem akuten Schlafmangel eigentlich aber auch nicht weiter verwunderlich. Denn andere Filmemacher h&auml;tten es wohl kaum geschafft, so viele Filme in einem Zeitraum von nicht mal 20 Jahren zu drehen. Dazu kommt noch, dass man den Werken eine unglaublich Sorgfalt und Raffinesse anmerkt, die man so nur bei wenigen (deutschen) Regisseuren findet. Angefangen beim Setting, bei den beeindruckenden und durchkomponierten Bildern und nat&uuml;rlich auch bei den vielseitigen Thematiken seiner Filme sp&uuml;rt man Rainer Werner Fassbinders Leidenschaft, die seine Werke durchzieht. Keine Frage, hier war ein Filmemacher am Werk, der f&uuml;r und durch seine Filme lebte!</p>
<p>Rainer Werner Fassbinder war jedoch in erster Linie auch f&uuml;r seinen Hang zur Provokation bekannt. Gezielt griff er in seinen Filmen immer wieder Tabuthemen wie unterdr&uuml;ckte Homosexualit&auml;t, h&auml;usliche Gewalt und psychische Erkrankungen auf. Auch bezog er h&auml;ufig kritisch Stellung zur politischen Lage der Bundesrepublik Deutschland seit 1945. Er wagte es unbequeme Wahrheiten auszusprechen, z.B dass nach dem Zweiten Weltkrieg immer noch viele wichtige &Auml;mter von Nazis besetzt waren &ndash; Wahrheiten also, mit denen er immer wieder aneckte. In seinem Film <em>Die Ehe der Maria Braun</em> wagte er es sogar die Portr&auml;ts der Bundeskanzler Adenauer, Erhard, Kiesinger und Schmidt in Verbindung mit einem Bild Hitlers zu setzen. Der Filmbeginn, in dem Hitler zu sehen ist, und das Ende, das mit den Bundeskanzler-Portr&auml;ts abschlie&szlig;t, wird bis heute nicht nur von Filmwissenschaftlern immer wieder aufs Neue interpretiert und in Frage gestellt.</p>
<p><img class="size-full wp-image-612 alignnone" title="Angst essen Seele auf" src="http://www.farbfilmblog.de/wp-content/uploads/2012/05/fear-eats-the-soul_.jpg" alt="" width="540" height="304"><br><em>Tr&uuml;gerische Idylle: Emma und Ali in &ldquo;Angst essen Seele auf&rdquo;</em></p>
<p>Im Mittelpunkt seiner Filme stehen oft absolute Durchschnittsb&uuml;rger ebenso wie Au&szlig;enseiter wie etwa Asylbewerber und Gastarbeiter (z.B <em>Katzelmacher</em>, <em>Angst essen Seele auf</em>), die versuchen, sich in die Gesellschaft einzugliedern, h&auml;ufig letztendlich jedoch an ihr zugrunde gehen. Der marrokkanische Gastarbeiter Ali in <em>Angst essen Seele auf</em> geht etwa eine Beziehung zu der etwa 20 Jahre &auml;lteren verwitweten Putzfrau Emma ein. Schon bald ist das Paar den feindseligen Reaktionen und Diskriminierungen seiner Mitmenschen ausgesetzt.</p>
<p>Auch auf Frauenfiguren hatte Rainer Werner Fassbinder immer ein gro&szlig;es Augenmerk. In seiner sogenannten &bdquo;BRD-Trilogie&ldquo;, die in seinen sp&auml;ten Jahren entstand, stehen mit Maria Braun, Lola und Veronika Voss drei Frauen im Mittelpunkt, die ausgel&ouml;st durch politische Ver&auml;nderungen (Zweiter Weltkrieg, Ende des Nazi-Regimes, Wirtschaftswunder-Jahre) auch ihr eigenes Leben neu sortieren, sich nicht zuletzt, um gl&uuml;cklich zu werden, mit Widrigkeiten arrangieren m&uuml;ssen.</p>
<p>Fassbinders gro&szlig;e Liebe zur Literatur zeigte sich durch zahlreiche Adaptionen wie etwa <em>Fontane Effi Briest, Despair </em>(nach Vladimir Nabokov)<em> </em>und nicht zuletzt durch sein Mammutprojekt, der<em> </em>14-teiligen Fernsehverfilmung <em>Berlin Alexanderplatz.</em> Franz Biberkopf, der Protagonist des gleichnamigen Romans von Alfred D&ouml;blin, versucht hier nach einem Gef&auml;ngnisaufenthalt wieder ein ehrliches Leben zu f&uuml;hren. Mit einer erstaunlich guten Beobachtungsgabe und mit einer geh&ouml;rigen Portion Sympathie f&uuml;r seine Hauptfigur schildert Fassbinder das Schicksal Franz Biberkopfs, der es &ndash; wie sollte es anders sein? &ndash; nat&uuml;rlich nicht schafft, wieder ein normales b&uuml;rgerliches Leben zu f&uuml;hren. Der Kameramann Xaver Schwarzenberger, mit dem Fassbinder im Laufe seiner Karriere mehrmals zusammenarbeitete, liefert dazu beklemmende, tiefd&uuml;stere und melancholische Bilder, die nicht nur perfekt zur Grundstimmung von <em>Berlin Alexanderplatz</em> passen, sondern einem unwiderruflich auch noch lange in Erinnerung bleiben.</p>
<p>Man stellt sich ernsthaft die Frage, wie viele Filme Rainer Werner Fassbinder wohl noch in seinem Leben gedreht h&auml;tte, ob er den (von ihm ersehnten) gro&szlig;en Sprung nach Hollywood wohl noch erreicht h&auml;tte. Doch es sollte anders kommen: Rainer Werner Fassbinder verstarb am 10. Juni 1982 im Alter von 37 Jahren an Herzversagen &ndash; ausgel&ouml;st vermutlich durch eine Mischvergiftung von Kokain, Schlaftabletten und Alkohol. Fassbinder war eben auch ein Mann des Exzesses. So bleiben dem interessierten Cineasten immerhin noch &uuml;ber 40 faszinierende Filme, die es auf jeden Fall zu entdecken gilt. Denn einen so &uuml;beraus arbeitseifrigen und produktiven Filmemacher wird die Bundesrepublik Deutschland wohl so schnell leider nicht mehr zu Gesicht bekommen&hellip;</p>

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		<title>Sehsüchte &#8211; Das 41. Studentenfilmfestival in Potsdam</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 19:16:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deborah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmblog]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 24. bis 29. April findet das 41. Filmfestival Sehsüchte in Potsdam statt. Die Farbfilmblog-Redaktion hat sich schon mal eine Portion Kurzfilme zu Gemüte geführt!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[

<p><img class="alignnone size-full wp-image-602" title="Sehs&uuml;chte" src="http://www.farbfilmblog.de/wp-content/uploads/2012/04/sehsuechte.jpg" alt="" width="540" height="282"></p>
<p>Als Filmblogger wird man ja immer wieder zu sehenswerten (Presse)-Filmveranstaltungen eingeladen. So kam es, dass sich das Farbfilmblog-Redaktionsteam (bestehend aus Lukas und mir) in dieser Woche zur Er&ouml;ffnung des gr&ouml;&szlig;ten Studentenfestivals Europas, dem 41. Sehs&uuml;chte-Filmfestival, aufmachte. Nach einigen mehr oder weniger aufschlussreichen Reden von Professoren der in Potsdam-Babelsberg ans&auml;ssigen Hochschule f&uuml;r Film und Fernsehen (HFF Konrad-Wolff), ging es auch schon gleich los mit dem Er&ouml;ffnungsfilmblock, bestehend aus einer bunten Mischung von Kurzfilmen. Vor allem der erste Film namens &bdquo;Now Follows&ldquo;, der das Filmemachen an sich wunderbar auf&rsquo;s Korn nimmt und sehr zum Lachen anregt, ist mir in guter Erinnerung geblieben. <a href="http://kamerapferd.tomosfactory.fr/Films" target="_blank">Zu sehen gibt es ihn hier</a>. Auch das <a href="http://vimeo.com/20893382" target="_blank">Musikvideo</a> mit dem M&auml;dchen, das ausf&uuml;hrlich (und sehr gewissenhaft) &uuml;ber die ideale Bestattungszeremonie f&uuml;r ihre verstorbene wei&szlig;e Maus nachdenkt, war sehr sehenswert. Sehr melancholisch wurde es mit dem polnischen Kurzfilm &bdquo;Frozen Stories&ldquo;. Skurril und mit einer geh&ouml;rigen Portion schwarzem Humor wird hier das Schicksal zweier einsamer und trauriger Seelen gezeigt, die von ihrem Chef als die zwei schlechtesten Mitarbeiter bezeichnet werden. Doch er gibt ihnen vor ihrer K&uuml;ndigung noch eine Chance, die die beiden auf wirklich sehr ungew&ouml;hnliche Art und Weise zu nutzen wissen&hellip; Aber <a href="http://vimeo.com/26914492" target="_blank">seht selbst</a>.</p>
<p>Die Er&ouml;ffnungsveranstaltung war zumindest schon mal sehr abwechslungsreich. Sicher wird am kommenden Wochenende auf dem Festival noch die eine oder andere filmische Perle zu sehen sein. Wer die Chance also noch nutzen (und die weite, weite Reise nach Potsdam auf sich nehmen will <img src="http://www.farbfilmblog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="wp-smiley"> ): Das Sehs&uuml;chte-Filmfestival findet noch bis zum 29. April an diversen Orten in und um die Hochschule f&uuml;r Film und Fernsehen statt. <a href="http://2012.sehsuechte.de/filmprogramm.html" target="_blank">Das ausf&uuml;hrliche Programm findet ihr hie</a>r. Viel Spa&szlig;!</p>

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		<title>My Week with Marilyn (2011)</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 17:11:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deborah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biopic]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<description><![CDATA[Norma Jeane Baker, besser bekannt unter dem Künstlernamen Marilyn Monroe, ist sicher die berühmteste Blondine der Filmgeschichte. Der britische Regisseur Simon Curtis hat sich mit seinem Biopic „My Week with Marilyn“ nun an die große Filmikone der 50er Jahre herangewagt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[

<p><img class="alignnone size-full wp-image-588" title="My Week with Marilyn" src="http://www.farbfilmblog.de/wp-content/uploads/2012/04/my-week-with-marilyn.jpg" alt="" width="540" height="432"></p>
<p>Norma Jeane Baker, besser bekannt unter dem K&uuml;nstlernamen Marilyn Monroe, ist sicher die ber&uuml;hmteste Blondine der Filmgeschichte. Der britische Regisseur Simon Curtis hat sich mit seinem Biopic &bdquo;My Week with Marilyn&ldquo; nun an die gro&szlig;e Filmikone der 50er Jahre herangewagt. Das Drehbuch st&uuml;tzt sich auf die pers&ouml;nlichen Erinnerungen des Filmemachers Colin Clark, der Marilyn bei den Dreharbeiten zum Film <em>The Prince and the Showgirl</em> (Regie: Laurence Olivier) kennenlernte &ndash; und seine Erfahrungen mit dem M&auml;nnerschwarm sp&auml;ter niederschrieb. Marilyn Monroe, die zu diesem Zeitpunkt in Hollywood schon l&auml;ngst auf ein und dieselbe Rolle festgelegt schien &ndash; das blonde Dummchen &ndash; wollte mit diesem Filmprojekt&nbsp; all ihren Kritikern ihr schauspielerisches Talent beweisen.</p>
<p>Der Film erz&auml;hlt die Strapazen des Filmdrehs aus der Perspektive des 23-j&auml;hrigen Colin Clark (Eddie Redmayne), der von einer Karriere als Regisseur tr&auml;umt. Mit viel Geduld und Hartn&auml;ckigkeit verschafft er sich schlie&szlig;lich einen Job als Regieassistent bei der Produktion des neuesten Monroe-Films. Kaum am Set angekommen, ist es auch schon um ihn geschehen. Wie so viele M&auml;nner vor ihm, hat Marilyn ihn im Nu mit ihrem charismatischen Auftreten um den Finger gewickelt. Regisseur und Darsteller Laurence Olivier (gespielt von Kenneth Branagh) beginnt im Gegenzug immer mehr zu bereuen, diese launenhafte und tief verunsicherte Schauspielerin f&uuml;r seinen Film engagiert zu haben. Die Atmosph&auml;re beim Filmdreh wird zunehmend eisiger. Olivier kritisiert Marilyn mit immer bissigeren Kommentaren &ndash; und Marilyn verschlie&szlig;t sich gleichzeitig immer mehr, bis sie eines Tages gar nicht mehr zum Dreh erscheint. Colin Clark schafft es als Einziger zu der Ikone durchzudringen &ndash; und sie zum Fortsetzen der Dreharbeiten zu motivieren. Als einer der wenigen ist er wirklich von ihrem Talent &uuml;berzeugt &ndash; zugebenerma&szlig;en nat&uuml;rlich auch, weil er sich schon l&auml;ngst &uuml;ber beide Ohren in die charmante Blondine verguckt hat! Ihm gegen&uuml;ber beginnt sich Marilyn st&uuml;ckweit zu &ouml;ffnen, so vertraut sie ihm intime Details &uuml;ber ihr Privatleben an und l&auml;sst ihn hinter die Fassade des attraktiven, stets gut gelaunten M&auml;dchens blicken.</p>
<p>Michelle Williams, die in j&uuml;ngster Zeit schon in zahlreichen Independent-Produktionen wie etwa <em>Synecdoche, New York</em> und <em>Blue Valentine</em> brillierte, spielt diese komplexe Pers&ouml;nlichkeit, die st&auml;ndig zwischen Koketterie und fr&ouml;hlicher Fassade einerseits und tiefen Anf&auml;llen von Selbsthass andererseits hin und her schwankt, sehr bemerkenswert. Ihr gelingt es, den Charme und Sexappeal der Ikone eindr&uuml;cklich zu verk&ouml;rpern. Auch die Gesangseinlagen, die denen der echten Marilyn ziemlich nahe kommen, sind lobend hervorzuheben.</p>
<p>Leider verschenkt der Film jedoch einiges an Potential. So ger&auml;t gerade die Nebenhandlung mit dem sommersprossigen Colin Clark etwas mau. Die Figur des Colin, aus dessen Perspektive die Geschichte erz&auml;hlt wird, bleibt recht blass. Auch ziemlich fragw&uuml;rdig bleibt etwa bis zum Schluss, warum Marilyn sich gerade bei ihm, dem unerfahrenen Film-Neuling, ausweint &ndash; und in manchen N&auml;chten sogar das Bett mit ihm teilen m&ouml;chte&hellip;Der Fokus l&auml;ge eben auf Marilyn, k&ouml;nnte man an dieser Stelle zwar erwidern. Doch selbst bei diesem (Haupt-)Handlungsstrang wird einiges an Potential verschenkt. Die Selbstzweifel, die Depressionen, die Marilyn w&auml;hrend des Filmdrehs durchlebt, werden nur angerissen und nie wirklich vertieft. So werden zwar immer wieder in paar Tr&auml;nchen vergossen und die emotionale Zerrissenheit angedeutet &ndash; so etwa nach der Fehlgeburt, die Marilyn in einer Nacht erleidet &ndash; doch dies immer alles nur in kleinen Dosen, die den Filmzuschauer wohl blo&szlig; nicht all zu sehr emotional mitnehmen sollen.</p>
<p>Dies macht den Film zwar angenehm anzuschauen, da man auf diese Art und Weile die seelischen Abgr&uuml;nde Marilyns nicht zu nah an sich heranlassen muss. Gleichzeitig nimmt es dem Film viel an Authentizit&auml;t. Denn wer sich schon mal halbwegs mit der Biografie Norma Jeane Bakers besch&auml;ftigt hat, wird merken, dass die Schauspielerin und Pers&ouml;nlichkeit Marilyn Monroe zu diesem Zeitpunkt ihres Lebens schon viel kaputter war, als es sich dieses Biopic zu zeigen traut. Schade. Etwas mehr Mut h&auml;tte dem Film an dieser Stelle sicher gut getan. So ist &bdquo;My Week with Marilyn&ldquo; eben eine sch&ouml;ne, leicht verdauliche Filmunterhaltung, die den Mythos der unwiderstehlichen Marilyn Monroe f&uuml;r 99 Minuten wieder aufleben l&auml;sst. Sehenswert vor allem wegen der hervorragenden schauspielerischen Leistung von Michelle Williams!</p>

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		<title>Votet für das Farbfilmblog!</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 18:22:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deborah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Farbfilmblog wurde für die Superblogs 2012 in der Kategorie "Spiele, Filme &#038; Bücher" nominiert! Freu mich über eure Stimme!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[

<p><img class="alignnone size-full wp-image-581" title="Gef&auml;llt mir!" src="http://www.farbfilmblog.de/wp-content/uploads/2012/04/laurel-hardy-thumb.jpg" alt="" width="540" height="448"></p>
<p>Hallo liebe Farbfilmblog-Leser,</p>
<p>euch gef&auml;llt mein Blog? Dann w&uuml;rde ich mich sehr freuen, wenn ihr f&uuml;r mich und mein Blog abstimmen w&uuml;rdet! Das Farbfilmblog wurde beim gro&szlig;en Hitmeister Superblogs Voting 2012 in der Kategorie &ldquo;Spiele, Filme &amp; B&uuml;cher&rdquo; nominiert. Noch bis zum 24.04 um 12 Uhr k&ouml;nnt ihr flei&szlig;ig abstimmen&hellip;und mit etwas Gl&uuml;ck ein schickes iPad 3 abstauben!</p>
<p><a href="http://www.hitmeister.de/superblogs/2012/spiele/" target="_blank">Hier geht&rsquo;s zur Abstimmung!</a> (in der linken Spalte fast ganz unten findet ihr das Farbfilmblog <img src="http://www.farbfilmblog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="wp-smiley"> )</p>
<p>Vielen Dank und beste Gr&uuml;&szlig;e,</p>
<p>eure Deborah</p>

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		<title>Das Bildnis des Dorian Gray (1945)</title>
		<link>http://www.farbfilmblog.de/index.php/574/das-bildnis-des-dorian-gray-1945/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Mar 2012 17:17:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deborah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturverfilmung]]></category>
		<category><![CDATA[40er]]></category>
		<category><![CDATA[DVD]]></category>
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		<category><![CDATA[schwarz-weiss]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Literaturverfilmungen ist das ja immer so eine Sache... Meistens wird man als Zuschauer, der das Buch gelesen hat, in seinen Erwartungen enttäuscht. Ich habe mir neulich mal eine Adaption meines Lieblingsromans "The Picture of Dorian Gray" vorgenommen. Mein Urteil gibt es hier zu lesen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[

<p><img class="alignnone size-full wp-image-575" title="Das Bildnis des Dorian Gray (1945)" src="http://www.farbfilmblog.de/wp-content/uploads/2012/03/dorian.jpg" alt="" width="540" height="746"></p>
<p>Mit der Literatur und dem Film ist es ja noch nie leicht gewesen. Wenn ein Regisseur auf die Idee kommt, einen Literaturklassiker zu verfilmen, reagieren die Zuschauer, die das Buch gelesen, vielleicht sogar verg&ouml;ttert haben, oft mit gro&szlig;er&nbsp; Ablehnung: &bdquo;Wie kann man das SO verhunzen? Nein, die Hauptfigur hab ich mir ja ganz anders vorgestellt!&ldquo; Auch Oscar Wildes &bdquo;The Picture of Dorian Gray&ldquo; wurde im Laufe der Zeit ganze neunmal verfilmt! Zuletzt &uuml;brigens 2009 unter der Regie von Oliver Parker &ndash; und das sogar mit prominenter Besetzung: mit Colin Firth als Lord Henry und Ben Barnes als Dorian Gray. Die Filmkritiker teilten harsche Kritik aus. Die Filmzeitschrift Cinema urteilte etwa bissig: &bdquo;Die kraftlose Inszenierung und die blassen Darsteller tragen diesen Klassiker der Weltliteratur zu Grabe, statt ihn neu zu beleben.&ldquo;</p>
<p>Nun geh&ouml;rt Oscar Wildes einziger Roman ja bekanntlich zu meinen absoluten Lieblingsromanen. Lange habe ich &uuml;berlegt, ob ich nicht lieber g&auml;nzlich auf die Sichtung einer Verfilmung verzichten sollte. Kann man den herausragenden Sprachwitz von Oscar Wilde und die moralischen Konflikte der Hauptfigur &uuml;berhaupt filmisch umsetzen? Vor ein paar Tagen fiel mir zuf&auml;llig die Verfilmung von 1945 (Regie: Albert Lewin) in die H&auml;nde &ndash; und ich machte prompt die Probe aufs Exempel. Vielleicht war es ja doch mal einen Versuch wert, meinen Lieblingsroman als Verfilmung zu sehen&hellip;</p>
<p>Gleich zu Beginn wird klar: Ich hatte es hier mit einer sehr klassischen Verfilmung zu tun, die sich sehr eng an das Original h&auml;lt. Lord Henry Wotton (gespielt von George Sanders) wird von Anfang an als Hedonist und Zyniker charakterisiert, der keinerlei moralische Bedenken hat, und passenderweise schon in der ersten Einstellung in die Lekt&uuml;re des Skandalbuchs &bdquo;Les Fleurs du Mal&ldquo; (Die Blumen des B&ouml;sen) von Baudelaire vertieft ist. Innerhalb k&uuml;rzester Zeit bringt er den jungen und bildh&uuml;bschen Dorian dazu, sich seinem Lebenskonzept des hemmungslosen Genusses anzuschlie&szlig;en. Dorian (gespielt von Hurd Hatfielt) strahlt eine unglaubliche Naivit&auml;t und Unschuld aus, die der Charakterisierung im Roman sehr nahe kommt. Unter dem Einfluss von Lord Henrys Lobpreisung der Jugend geht er einen verh&auml;ngnisvollen Pakt ein: Das von dem befreundeten K&uuml;nstler Basil Hallward gemalte Portr&auml;t altert, w&auml;hrend er selbst jung und sch&ouml;n bleibt. Er tauscht somit seine&nbsp; Seele f&uuml;r ewige Jugend ein.</p>
<p>Schnell kommt auch eine Frau ins Spiel: Anders als im Roman verliebt sich Dorian nicht in eine talentierte Schauspielerin, sondern in eine attraktive Variet&eacute;-S&auml;ngerin namens Sibyl Vane (Angela Lansbury), die fr&ouml;hlich Abend f&uuml;r Abend ihr Liedchen &bdquo;Goodbye Little Yellow Bird&ldquo; tr&auml;llert. Dorian ist hingerissen von ihr und beginnt sie eifrig zu umwerben. Wieder unter dem Einfluss von Lord Henry, der sowieso nicht viel von dauerhaften Bindungen h&auml;lt und diese Einstellung immer wieder in seinen sarkastischen Aussagen &auml;u&szlig;ert, trennt sich Dorian jedoch schon bald von ihr &ndash; und um alles noch schlimmer zu machen speist er sie (nach einer angedeuteten Liebesnacht) sogar mit einer hohen Geldsumme ab! Ohne jedoch zu ahnen, wie sich sein Leben dadurch noch ver&auml;ndern wird&hellip;</p>
<p>Diese kleinen Ab&auml;nderungen im Drehbuch sind aber keineswegs negativ zu beurteilen. Zwar f&auml;llt dadurch meiner Meinung nach ein zentraler Aspekt des Romans weg: Das Verh&auml;ltnis von Kunst und Wirklichkeit. Im Roman verliert die von Dorian Gray angebetete (Shakespeare)-Schauspielerin Sibyl Vane ihr Talent, nachdem sie mit ihm liiert ist. Die Liebe, die sie nun im echten Leben erlebt, kann sie pl&ouml;tzlich nicht mehr in ihrem Schauspiel ausdr&uuml;cken. Das Leben hat somit die Kunst zerst&ouml;rt. Dennoch ist diese Auslassung angesichts einer Laufl&auml;nge von 110 Minuten verst&auml;ndlich und zu verschmerzen. Der Fokus der Verfilmung liegt mehr auf den moralischen Bedenken des Protagonisten, der sich immer wieder fragen muss, ob der von ihm eingeschlagene Weg &ndash; ein Leben voller Exzesse und S&uuml;nden &ndash; tats&auml;chlich der richtige ist. Dorian Gray-Darsteller Hurt Hatfielt verk&ouml;rpert seine Figur auf sehr starre und emotionslose Art und Weise. Selten zeigt sich auf seinem Gesicht eine Ver&auml;nderung &ndash; und das selbst bei sehr fragw&uuml;rdigen Handlungen! Dies ist zum einen positiv zu bewerten &ndash; denn auch im Roman wird Dorian als sehr abweisender und kaltherziger Dandy dargestellt. Gleichzeitig f&uuml;hrt dies aber auch dazu, dass wenig &uuml;ber Mimik und Gestik glaubhaft gemacht wird, sondern eine Off-Stimme permanent die Gef&uuml;hle und Gedanken des Dorian Gray beschreibt. Dies kann nat&uuml;rlich zum einem am Alter des Films (1945!) liegen, denn heute w&uuml;rde man innere Konflikte einer Figur sicher anders zeigen. Zum anderen ist es aber vielleicht auch der literarischen Vorlage von Oscar Wilde geschuldet, in der er bereits so angelegt ist, dass Figuren wenig &uuml;ber ihr Innenleben nach au&szlig;en tragen. Zwar geben Figuren wie der Oberdandy von allen &ndash; Lord Henry &ndash; von Zeit zu Zeit geistreiche Bonmots zum Besten. Was diese vermutlich von tiefen Selbstzweifeln und Zynismus zerfressene Figur jedoch wirklich denkt, bleibt unklar. So st&uuml;tzt sich das Lebenskonzept eines Dandys letztendlich doch auch auf folgende Pfeiler: Abgrenzung von der Masse, Passivit&auml;t, Emotionslosigkeit und Unabh&auml;ngigkeit!</p>
<p>Diese Bewegungslosigkeit im Schauspiel findet sich jedoch in allen Rollen. Der Film wirkt teilweise wie eine abgefilmte Theaterauff&uuml;hrung und spielt gr&ouml;&szlig;tenteils in den edel ausgestatteten Apartments der Londoner High Society. Zwar wird auf diese Weise der exquisite Lebensstil der Dandys umfangreich bebildert, dies f&uuml;hrt jedoch auch zu einigen L&auml;ngen. Selbst das zentrale Motiv &ndash; das Gem&auml;lde, das im Laufe der Handlung immer weitere Spuren von Dorians moralischem Verfall aufzeigt &ndash; entlockt einem den einen oder anderen Lacher. In besonders dramatischen Momenten (1945 wahrscheinlich unglaublich revolution&auml;r) leuchtet es in grellsten Technicolor-Nuancen! <em></em></p>
<p><em>Das Bildnis von Dorian Gray</em> von 1945 wirkt somit angesichts der filmischen Mittel und des Schauspiels vielleicht an der einen oder anderen Stelle etwas angestaubt. Ignoriert man hingegen den Staub f&uuml;r einen kurzen Moment, erwartet einen eine sehenswerte Literaturverfilmung eines sehr lesenswerten Romans! Ausnahmsweise also mal eine Adaption, bei der sich der liebe Oscar Wilde nicht im Grabe umzudrehen braucht&hellip;</p>

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		<title>Stranger Than Paradise (1984)</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 08:12:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deborah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
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		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Independent]]></category>
		<category><![CDATA[Roadmovie]]></category>
		<category><![CDATA[schwarz-weiss]]></category>
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		<description><![CDATA[Einsame Figuren, stilvolle Schwarzweißbilder, einprägsame Musik - das sind die Zutaten eines Jim Jarmusch-Films! Ich habe mir sein Frühwerk "Stranger Than Paradise" angesehen. Meine Eindrücke lest ihr hier!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[

<p><img class="alignnone size-full wp-image-571" title="Stranger Than Paradise (1984)" src="http://www.farbfilmblog.de/wp-content/uploads/2012/03/stranger-than-paradise.jpg" alt="" width="540" height="378"></p>
<p>Schon die erste Sequenz ist wie ein Gem&auml;lde. Am Rande eines gro&szlig;en Flughafens steht eine junge Frau, neben ihr zwei einzelne Gep&auml;ckst&uuml;cke: Ein unhandlicher Reisekoffer, eine Papiert&uuml;te. Dem Zuschauer den R&uuml;cken zugewandt blickt sie auf das trostlos wirkende Flugfeld. Im n&auml;chsten Moment greift sie nach ihrem Gep&auml;ck, schaut verloren in der Gegend umher &ndash; und verschwindet dann langsam aus dem Blickfeld. Hinter ihr hebt ein Flugzeug ab. Schnitt. Es folgt: Ein paar Sekunden einfach nur schwarz. Dann erst kommt die n&auml;chste Sequenz, in der die junge Frau durch eine abgeranzte New Yorker Stra&szlig;e l&auml;uft und Musik h&ouml;rt: &bdquo;I put a spell on you&ldquo;, dr&ouml;hnt es eindringlich aus ihrem Radio. Schnitt. Wieder schwarz.</p>
<p>Somit werden schon in den ersten Minuten drei wichtige Elemente eines typischen Jim Jarmusch-Films abhandelt: eine einsame Figur, stilvolle Schwarzwei&szlig;bilder, einpr&auml;gsame Musik. Es ist vor allem diese melancholisch-nachdenkliche Grundstimmung, die sich durch das Werk des bekannten Independent-Regisseurs zieht &ndash; und mit dem er einen immer wieder zu beeindrucken wei&szlig;. Denn die Handlung kann auch bei seinem zweiten (Low-Budget)-Film &bdquo;Stranger Than Paradise&ldquo; nur als nebens&auml;chlich angesehen werden &ndash; und ist in wenigen S&auml;tzen erz&auml;hlt.</p>
<p>Der New Yorker Hipster Willie (John Lurie) lebt einfach so in den Tag hinein, haust in einem schmuddeligen New Yorker Appartement und entfernt sich h&ouml;chstens mal f&uuml;r kleine Eink&auml;ufe von seinem Lieblingsplatz vor dem Fernseher. Dies wird anders, als &uuml;berraschend seine Cousine Eva (Eszter Balint) aus dem fernen Ungarn f&uuml;r ein paar Tage zu Besuch kommt. Die beiden verstehen sich nicht sonderlich gut, dennoch entschlie&szlig;t sich Willie &ndash; nach einem hohen Pokergewinn &ndash; sie gemeinsam mit seinem besten Kumpel Eddie (Richard Edson) im fernen Cleveland zu besuchen. Die drei gew&ouml;hnen sich immer mehr aneinander und beschlie&szlig;en schlie&szlig;lich kurzerhand mit dem restlichen Geld eine Reise zu ihrem Sehnsuchtsort, dem sonnigen Florida, zu unternehmen.</p>
<p>Wie so oft bei Jim Jarmusch-Filmen werden lediglich banale Alltagsgeschichten erz&auml;hlt. Es wird nur sehr selten auf das Innenleben der Figuren eingegangen, vielmehr werden sie so gezeigt, wie sie sind &ndash; und wie sie auf ihre Umwelt wirken bzw. wirken wollen. Da ist der st&auml;ndig unglaublich cool dreinblickende Willie, der sich l&auml;ssig eine Zigarette nach der anderen anz&uuml;ndet und dabei blasiert in die Welt schaut. Sein Kumpel Eddie scheint auch nur wenig mit seinem Leben anfangen zu k&ouml;nnen, l&auml;sst alles einfach auf sich zukommen, ohne gro&szlig; &uuml;ber die m&ouml;glichen Konsequenzen nachzudenken. Die dritte im Bunde, Eva, ist die j&uuml;ngste von allen, m&ouml;chte sich nicht mehr bevormunden lassen und ihre Tr&auml;ume verwirklichen &ndash; wird aber auch hier bald von der Realit&auml;t eingeholt. Oberfl&auml;chlich betrachtet stellt also jede der Figuren einen bestimmten Typus dar: der coole Draufg&auml;nger, der lockere Kumpeltyp und das kratzb&uuml;rstige M&auml;dchen. Doch bei jedem von ihnen blitzt ab und an auch mal das hervor, was hinter der Fassade steckt, die sie sich mit gro&szlig;er M&uuml;he aufgebaut haben. Das macht diese eigentlich doch recht allt&auml;glichen &bdquo;Normalo&ldquo;-Figuren f&uuml;r einen als Zuschauer wieder interessant.</p>
<p>Auch werden die Figuren, wie so oft bei Jim Jarmusch, durch Orte charakterisiert. Wenn Willie, Eddie und Eva mit ihrem Auto durch &ouml;de Landschaften fahren, wird in erster Linie auch ihre eigene Orientierungslosigkeit und innere Leere aufgezeigt. Wenn selbst das gelobte Land Florida nur mit kargen K&uuml;sten und einem Motel in einer Gegend die man schlichtweg nur als &bdquo;in the middle of nowhere&ldquo; beschreiben kann, aufwarten kann, ist das zweifelsohne als ein deutlicher Hinweis auf das Seelenlage der Figuren anzusehen. &Uuml;berhaupt wird das Land der unbegrenzten M&ouml;glichkeiten in all seiner H&auml;sslichkeit und Unkultiviertheit gezeigt. In &ldquo;Stranger Than Paradise&rdquo; ist Amerika in erster Linie ein Land, das nur aus trostlosen Industriest&auml;dten und ranzigen Drive-Inns besteht, ein Land, in dem das Abendessen in der Regel ein Fertiggericht ist und lieblos in vorgefertigte Plastikschalen gepresst wird. Dies sei ein &ldquo;TV-Dinner&rdquo;, erkl&auml;rt Willie einmal seiner Cousine stolz. Es scheint f&uuml;r ihn, als geb&uuml;rtiger Ungar, einer der wenigen Aspekte in seinem Leben zu sein, wo er sich schon voll und ganz als Amerikaner f&uuml;hlt. Diese Thematik wird wie so vieles aber nur in der Schwebe gelassen.</p>
<p>Jarmuschs Vorgehensweise, Figuren einfach nur in ihrer Allt&auml;glichkeit zu zeigen und etwa &uuml;ber Orte zu charakterisieren, macht es einem als Zuschauer ohne Frage nicht leicht, einen Zugang zum Gesehenen zu bekommen. Auch die sehr experimentelle Technik die jeweiligen Episoden durch harte Schnitte (die erw&auml;hnten Schwarzblenden) voneinander zu trennen, tr&auml;gt nicht gerade dazu bei, in den Film einzutauchen. Hat man sich aber erst einmal an die langsame Erz&auml;hlweise Jim Jarmuschs gew&ouml;hnt, wird man f&uuml;r sein Durchhalteverm&ouml;gen ohne Zweifel mit einem innovativen und atmosph&auml;rischen Independentfilm-Erlebnis belohnt. Die Filmkritiker in Cannes sahen das 1984 wohl auch so &ndash; und belohnten Jarmuschs &bdquo;Stranger Than Paradise&ldquo; mit einer goldenen Palme f&uuml;r den besten Deb&uuml;tfilm!</p>

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		<title>The Descendants &#8211; Familie und andere Angelegenheiten (2011)</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 09:53:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deborah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Hollywood]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Oscar]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[In dem für den Oscar nominierten "The Descendants" erlebt man George Clooney mal als Hawaiihemd tragenden Familienvater, dessen Leben sich von einem Tag auf den anderen schlagartig ändert. Meine Rezension lest ihr hier!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[

<p><img class="alignnone size-full wp-image-558" title="The Descendants" src="http://www.farbfilmblog.de/wp-content/uploads/2012/02/the-descendants.jpg" alt="" width="540" height="339"></p>
<p>Das war also mal George Clooney in einer ganz anderen Rolle! In dem f&uuml;r den Oscar nominierten &bdquo;The Descendants&ldquo; erlebt man ihn mal als Hawaiihemd tragenden Familienvater, dessen Leben sich von einem Tag auf den anderen schlagartig &auml;ndert. Seine Frau verungl&uuml;ckt bei einem schweren Bootsunfall und liegt im Koma, aus dem sie vermutlich nicht mehr erwachen wird. Er erf&auml;hrt erst jetzt von seiner Tochter, dass seine Frau schon eine ganze Weile eine Aff&auml;re hatte. Matt f&auml;llt aus allen Wolken &ndash; zwar hatte er die Entfremdung in ihrer Ehe schon lange gesp&uuml;rt, aber dass seine Frau ihn schon l&auml;nger mit einem Anderen betrogen hat, das hatte er nicht geahnt. Kurzerhand macht er sich, mit tatkr&auml;ftiger Unterst&uuml;tzung seiner beiden T&ouml;chter, auf die Suche nach seinem Konkurrenten&hellip;</p>
<p>&bdquo;The Descendants&ldquo; kommt zum einen als lockerer leichter Feelgood-Familienfilm daher, hat aber in jedem Fall auch den Anspruch die tragischen Verwicklungen einer vom Schicksal gebeutelten Familie zu zeigen. Denn bereits am Anfang wird klar: Eigentlich stellt diese Familie &uuml;berhaupt keine Einheit dar. Jeder lebt so vor sich hin ohne gro&szlig;e R&uuml;cksicht auf andere zu nehmen. Matt j&uuml;ngste Tochter Scottie (Amara Miller) hat in der Schule im Umgang mit Gleichaltrigen so ihre Schwierigkeiten. Die 17-j&auml;hrige Alex (Shailene Woodley) lebt fernab der Familie in einem Internat und k&auml;mpft mit Alkohol- und Drogenproblemen. Matt selbst f&uuml;hlt sich nur wenig mit seinen Kindern verbunden, sieht sich nur als zweitrangiger Elternteil. Dies &auml;ndert sich pl&ouml;tzlich durch die schwere Krankheit seiner Frau. Zum ersten Mal muss er sich auf die Macken seiner Kinder einlassen und wirklich Verantwortung &uuml;bernehmen, anstatt sich wie bisher in seinem Anwaltsb&uuml;ro zu verschanzen.</p>
<p>In einem zweiten Erz&auml;hlstrang wird auf die lange Familienvorgeschichte eingegangen. Matts Familie lebt seit mehreren Generationen auf Hawaii und besitzt bedeutend viel Land, dessen Verkauf jedoch bereits beschlossene Sache ist. Nur an wen das Land verkauft wird, ist unklar. Matt als Familienhaupt muss, wie in seinen vielen privaten Angelegenheiten, also auch hier Verantwortung &uuml;bernehmen und die richtige Entscheidung f&uuml;r alle Beteiligten treffen. Keine leichte Aufgabe! Diese Erz&auml;hlebene gibt der ganzen Familiengeschichte zwar etwas mehr Tiefgang, gleichzeitig ist diese Konstruktion auch wieder sehr hollywood-like. Man hat es hier eben mit einem waschechten sehr amerikanischen Film zu tun, dessen Grundtenor folgender zu sein scheint: &bdquo;Wir sind eine Familie! Gemeinsam bekommen wir das geschaukelt! Wir m&uuml;ssen nur zusammenhalten!&ldquo;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-559" title="Clooney hinter der Hecke" src="http://www.farbfilmblog.de/wp-content/uploads/2012/02/hecke.jpg" alt="" width="540" height="378"><br><em>Clooney hinter der Hecke. Unglaublich&hellip;komisch! <img src="http://www.farbfilmblog.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif" alt=":D" class="wp-smiley"></em></p>
<p>Auch m&ouml;chte sich der Film leider nicht festlegen, was er nun ist: Trag&ouml;die? Oder Kom&ouml;die? Dies wird nicht recht entschieden. F&uuml;r eine Trag&ouml;die wird sich eindeutig zu oft dem Mittel des schlichten Humors bedient. Die eingebundenen witzigen Szenen wirken teilweise etwas zu sehr gewollt und nicht gekonnt. Gerade Alexs bester Freund verkommt w&auml;hrend des gesamten Films immer mehr zum Babysitter &ndash; denn irgendwer muss ja die kleine Tochter besch&auml;ftigen, w&auml;hrend Daddy und gro&szlig;e Schwester sich um die ernsten Angelegenheiten k&uuml;mmern. Auch wird er immer mehr zum Clown, der in jeder Szene einen bl&ouml;den Spruch rei&szlig;en muss. Klar, es lockert die doch sehr ernste Handlung auf, l&auml;sst einen kurz auflachen &ndash; wirkt manchmal aber auch einfach deplatziert. Manchmal stellt sich sogar die Frage, ob der Humor nicht sogar unfreiwillig ist. Wenn George Clooney in gebl&uuml;mten Hemd und Badeschlappen durch sein Wohngebiet rennt (bzw. watschelt) oder hinter einer Gartenhecke mit misstrauischem Blick den Liebhaber seiner Frau be&auml;ugt, rutscht einem der eine oder andere Lacher heraus. Oops..sollte das jetzt eigentlich witzig sein? Warum lacht im Kino keiner mit mir? Ich fand es jedenfalls herrlich komisch!</p>
<p>In den ernsten Szenen wiederum fehlt daf&uuml;r wieder ein klein wenig der Tiefgang. Zwar wird auf die lange Familienhistorie eingegangen, die Tatsache, dass die Familie &uuml;ber Generationen auf Hawaii lebt. Auch wird jede Figur mit ihren ganz individuellen Schw&auml;chen gezeigt. Teilweise jedoch werden diese pers&ouml;nlichen Konflikte, die die Figuren mit sich selbst ausstragen, nur am Rande erw&auml;hnt. Wie ernst ist etwa das Drogenproblem von Matts &auml;lterer Tochter? Was hat es mit der schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung auf sich? Vieles wird in der Schwebe gelassen, man will sich gerade ein bisschen ber&uuml;hrt und nachdenklich f&uuml;hlen &ndash; und zack! &ndash; wird alles Tiefsinnige wieder von einer kurzen witzigen Szene beiseite gewischt.</p>
<p>Dennoch handelt es sich bei &bdquo;The Descendants&ldquo; keinesfalls um einen schlechten Film. Die Schauspieler leisten gute Arbeit, besonders die bisher noch relativ unbekannte Shailene Woodley begeistert als &auml;ltere Tochter, die im Laufe des Films deutlich reifer und erwachsener in ihrem Handeln wird. George Clooney zeigt, dass er auch mal eine andere Rolle spielen kann &ndash; auch wenn es manchmal zu (unfreiwillig) komischen Szenen f&uuml;hrt. Man hat in jedem Fall seinen Spa&szlig; dieser doch sehr unharmonischen Familie beim Ann&auml;hern zuzusehen. Im Grunde genommen besitzt der Film auch alles, was man f&uuml;r einen angenehmen Kinoabend braucht: ein bisschen Familie, ein paar Konflikte, die anfangs unl&ouml;sbar erscheinen, sich dann aber doch noch zurechtbiegen. Dazu entspannte Hula-Hula Musik gepaart mit sch&ouml;nen Landschaftsaufnahmen, nicht zuletzt eine Prise Humor, ein bisschen Tragik! Und am Ende ist alles gut &ndash; was will man eigentlich mehr? Nicht &uuml;berraschend, nicht sonderlich innovativ, aber angenehm anzusehen!</p>

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		<title>Synecdoche, New York (2008)</title>
		<link>http://www.farbfilmblog.de/index.php/548/synecdoche-new-york-2008/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 12:45:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deborah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama]]></category>
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		<description><![CDATA[Charlie Kaufman macht es einem ohne Frage mit seinem Regie-Debüt "Synecdoche, New York" nicht leicht: surreale Handlung, skurrile Figuren, Vermengung von Realität und Fiktion...Ich habe es trotzdem mal versucht. Wie ich den Film fand, lest ihr hier.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[

<p><img class="alignnone size-full wp-image-549" title="Synecdoche, New York" src="http://www.farbfilmblog.de/wp-content/uploads/2012/02/synecdoche_ny.jpg" alt="" width="540" height="405"></p>
<p><em>Nach den &uuml;beraus komplexen und wenig zug&auml;nglichen Charlie-Kaufman-Filmen &bdquo;Adaption&ldquo; und &bdquo;Being John Malkovich&ldquo; habe ich mich nun endlich an das Regie-Deb&uuml;t von Charlie Kaufman gewagt &ndash; Synecdoche, New York. Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Meine, hoffentlich nicht v&ouml;llig unzusammenh&auml;ngenden, Gedanken lest ihr jetzt hier!</em></p>
<p>Theaterregisseur Caden Cotard ist in einer Lebens- und Schaffenskrise. Seine Frau ist mit ihrer gemeinsamen 4-j&auml;hrigen Tochter nach Berlin abgehauen, um sich als K&uuml;nstlerin voll zu entfalten. Zur&uuml;ck l&auml;sst sie einen Mann, der sich immer mehr in depressiven Gedanken und hypochondrischen Anf&auml;llen verliert. Doch Caden bekommt eine Chance: &nbsp;er erh&auml;lt ein aussichtsreiches Stipendium, mit dem er seinen Traum von einem Theaterst&uuml;ck, dass das Leben in all seinen Facetten erfasst, verwirklichen will. In einer gro&szlig;en Lagerhalle baut er New York, das Leben seiner Bewohner und letztendlich auch seine eigene Existenz wahrheitsgetreu nach. Das St&uuml;ck beginnt immer gewaltigere Ausma&szlig;e anzunehmen, bis Caden schlie&szlig;lich v&ouml;llig den &Uuml;berblick verliert &ndash; was ist Realit&auml;t, was ist Fiktion?</p>
<p>Charlie Kaufman macht es einem ohne Frage auch mit &bdquo;Synecdoche, New York&ldquo; nicht leicht. Das Geschehen erstreckt sich &uuml;ber mehrere Zeitebenen, die manchmal wild miteinander vermengt werden. Teilweise wird die Zeit enorm gerafft &ndash; so vergehen innerhalb von wenigen Minuten 17 Jahre, umgekehrt teilweise aber auch &auml;u&szlig;erst gedehnt. Streckenweise ist der Film sehr langatmig geraten &ndash; trotz seiner eigentlich doch relativ durchschnittlichen Laufl&auml;nge von 120 Minuten! Aber vielleicht soll das ja auch genau das Grundthema des Films reflektieren&hellip; die Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz bzw. das Zeitempfinden des Protagonisten. Letzterer muss im Laufe des Geschehens schlie&szlig;lich immer wieder von anderen Figuren daran erinnert werden, wie viel Zeit mittlerweile vergangen ist &ndash; 1 Jahr, 7 Jahre, 17 Jahre&hellip;</p>
<p>Zu dem ewig pessimistischen Protagonisten bekommt man nur schwerlich Zugang. Geplagt von Selbstzweifeln und immer merkw&uuml;rdiger werdenden k&ouml;rperlichen Leiden verrennt sich dieser in einem Projekt, das schon von Anfang an unrealisierbar erscheint. Auch wenn einem als Zuschauer Caden Cotards komplettes Leben mit all seinen Hochs und Tiefs (vor allem zweiteres!) pr&auml;sentiert wird, bleibt einem dieser bis zur letzten Minute seltsam fremd. Auch die anderen Figuren, etwa Cadens Ehefrau oder seine Geliebte Hazel bleiben undurchschaubar und nur schwer greifbar. Definitiv ein Aspekt, der meinen Filmgenuss streckenweise etwas abgemildert hat.</p>
<p>Gleichzeitig macht der Detailreichtum, der in jeder noch so unbedeutend wirkenden Szene vorherrscht, diese Mankos in der Figurengestaltung wieder wett! Schon zu Beginn sind in fast jeder neuen Einstellung kleine Anspielungen auf das sp&auml;tere Geschehen, aber auch bereits vorher erw&auml;hnte Begebenheiten versteckt. Es macht Spa&szlig;, diese zu entdecken &ndash; vermutlich lohnt es sich allein deswegen, &bdquo;Synecdoche, New York&ldquo; mehrmals zu sehen. Auch die unterschwellig eingebundenen philosophischen Gedanken &uuml;ber das Leben, die Liebe, den Tod und die Kunst kann man unm&ouml;glich auf dem ersten Blick erfassen &ndash; und wenn es f&uuml;r&rsquo;s Erste auch nur die an Shakespeare angelehnte Erkenntnis ist: &bdquo;Die ganze Welt ist eine B&uuml;hne und alle Frauen und M&auml;nner blo&szlig;e Spieler.&ldquo;</p>
<p>Abgesehen von den wenig zug&auml;nglichen Figuren, die ich am Drehbuch doch bem&auml;ngele, sind die schauspielerischen Leistungen hervorragend. Philip Seymour Hoffman brilliert in der Rolle als psychotischer und nahezu gr&ouml;&szlig;enwahnsinniger Theaterregisseur, der die Kontrolle &uuml;ber sein Opus magnum und letztendlich auch seine eigene Existenz verliert. Auch seine Doppelg&auml;nger, die nach und nach auftauchen und das Geschehen verkomplizieren, ebenso wie die weiblichen Figuren (u.a. gespielt von Catherine Keener, Michelle Williams und Samantha Morton) &uuml;berzeugen in ihren Rollen.</p>
<p>&bdquo;Synecdoche, New York&ldquo; ist definitiv ein enorm verschachteltes und komplexes filmisches Labyrinth, das sich in jedem Fall zu entdecken lohnt. An jeder Ecke lauern neue Eindr&uuml;cke und Gedanken, die sich einem auf dem ersten Blick zwar manchmal nur schwerlich erschlie&szlig;en &ndash; aber vielleicht beim zweiten, dritten oder vierten Mal. Genug Stoff zum Nachdenken bietet der Film jedenfalls!</p>

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		<title>The Artist (2011)</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 11:22:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deborah</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einen Stummfilm im Jahr 2011 zu drehen – ohne Frage ist das ein sehr außergewöhnliches Projekt, an das sich der französische Regisseur Michel Hazanavicius da gewagt hat. Schon jetzt wird sein Werk über die Stummfilm-Ära als heißer Oscar-Kandidat gehandelt. Meine Meinung lest ihr jetzt hier!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[

<p><img class="alignnone size-full wp-image-539" title="The Artist" src="http://www.farbfilmblog.de/wp-content/uploads/2012/01/theartist.jpg" alt="" width="540" height="314"></p>
<p><em>Einen Stummfilm im Jahr 2011 zu drehen &ndash; ohne Frage ist das ein sehr au&szlig;ergew&ouml;hnliches Projekt, an das sich der franz&ouml;sische Regisseur Michel Hazanavicius da gewagt hat. Schon jetzt wird sein Werk &uuml;ber die Stummfilm-&Auml;ra als hei&szlig;er Oscar-Kandidat gehandelt &ndash; &bdquo;The Artist&ldquo; ist in insgesamt 10 Kategorien (darunter &bdquo;Bester Film&ldquo;, Beste Regie&ldquo; und &bdquo;Bester Hauptdarsteller&ldquo;) nominiert. Zu Recht. Denn &bdquo;The Artist&ldquo; ist ohne Zweifel ein ganz besonderer Film. Ob &bdquo;The Artist&ldquo; jedoch tats&auml;chlich auch f&uuml;r den Oscar gemacht ist, bleibt abzuwarten. Verdient h&auml;tte der Film den einen oder anderen Goldjungen auf jeden Fall!</em></p>
<p>Die Geschichte des Films spielt im Hollywood der sp&auml;ten 20er Jahre. Stummfilmdarsteller George Valentin (Jean Dujardin) feiert mit seinen Filmen gro&szlig;e Erfolge und wird von den Zuschauern geliebt. Nach einer Filmvorf&uuml;hrung trifft er zuf&auml;llig auf die junge und bildh&uuml;bsche Peppy Miller (B&eacute;r&eacute;nice Bejo), die ihm nacheifert und selbst Schauspielerin werden m&ouml;chte. Kurzentschlossen bewirbt sich Peppy am n&auml;chsten Morgen bei den Kinograph Studios als Statistin f&uuml;r Georges neuen Film &bdquo;A German Affair&ldquo; und &uuml;berzeugt prompt durch ihre besondere Ausstrahlung. Mit der Zeit ergattert sie immer begehrtere und renommiertere Rollen und mausert sich zum Star &ndash; w&auml;hrend sich f&uuml;r George das Blatt zu wenden beginnt. Denn das Ende der Stummfilm-&Auml;ra l&auml;sst sich schon l&auml;ngst nicht mehr leugnen. &bdquo;Das Publikum will frische Gesichter, die mit ihnen sprechen!&ldquo;, erkl&auml;rt Filmproduzent Al Zimmer an einer Stelle dem verzweifelten George, der nicht einsehen will, dass seine Zeit als Stummfilm-Star vor&uuml;ber ist. Mit voller Energie k&auml;mpft er f&uuml;r seinen Traum&hellip;<br>
Nach einer kurzen Eingew&ouml;hnungsphase wird man schnell in das mitrei&szlig;ende Geschehen dieses modernen Stummfilms hineingezogen &ndash; denn nat&uuml;rlich ist die Machart von &bdquo;The Artist&ldquo; grundverschieden zu den heutigen Sehgewohnheiten! Der Film fordert einem als Zuschauer deutlich mehr Aufmerksamkeit ab. Zwar ist das Geschehen immer wieder mit einzelnen Texttafeln unterlegt, gr&ouml;&szlig;tenteils hei&szlig;t es bei &bdquo;The Artist&ldquo; jedoch einfach: genau hinschauen und die brillianten Schwarzwei&szlig;bilder auf sich wirken lassen! Es f&auml;llt einem auch erst wieder auf, wie wichtig eigentlich Mimik und Gestik sind. Wenn Peppy den von ihr hingerissenen George minutenlang vollquasselt, ist es n&auml;mlich &uuml;berhaupt nicht wichtig, was sie sagt, sondern vielmehr was diese zwei Menschen ohne Worte ausdr&uuml;cken &ndash; eindeutig mehr, als es Worte je schaffen w&uuml;rden: man sp&uuml;rt f&ouml;rmlich die Anziehungskraft und Sympathie zwischen den beiden, man sieht die leuchtenden Augen von George, w&auml;hrend er Peppy f&ouml;rmlich an den Lippen h&auml;ngt, Peppys charmantes L&auml;cheln, das so viel mehr aussagt als ein gew&ouml;hnlicher Dialog in jeder anderen (heutigen) Filmromanze.<br>
Das macht den Film vielleicht auch gerade so faszinierend. Durch die fast g&auml;nzlich fehlenden Worte, ist man als Zuschauer viel mehr gefordert, selbst interpretatorische Ans&auml;tze zu entwickeln und das Gezeigte intensiver zu beobachten. Emotionen werden einem nicht vorgekaut &ndash; das was die Figuren empfinden, kann man nur erahnen. Sowohl Jean Dujardin als auch B&eacute;r&eacute;nice Bejo haben diese f&uuml;r einen heutigen Schauspieler sicher auch nicht leicht zu bew&auml;ltigende Aufgabe jedoch hervorragend gemeistert. Beide &uuml;berzeugen voll und ganz in ihren Rollen &ndash; als w&auml;ren sie direkt per Zeitmaschine aus den 20er Jahren angereist!<br>
Gleichzeitig spielt Michel Hazanavicius auch mit dem Stummfilm-Genre, streut immer wieder witzige Seitenhiebe und Anspielungen ein, die einen darauf hinweisen, dass man gerade einen modernen Stummfilm guckt. &Uuml;berhaupt bleibt einem an vielen Stellen nicht verborgen, dass sich der Regisseur vor dem Dreh seines Films intensiv mit Filmen aus dieser &Auml;ra besch&auml;ftigt hat (nach eigener Angabe hat er 150 Stummfilme gesichtet!) Wer sich ein wenig mit der Filmhistorie auskennt, wird also an seinem Stummfilm &bdquo;The Artist&ldquo; umso mehr seine Freude haben &ndash; was f&uuml;r eine wunderbare Hommage an das fr&uuml;he Kino und das Filmemachen!</p>
<p>Kleiner Vorgeschmack gef&auml;llig? <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ryBPOGmAIS4" target="_blank" rel="nofollow">Hier geht&rsquo;s zum Trailer!</a></p>

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		<title>Beginners (2010)</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 10:39:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deborah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
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		<description><![CDATA["Beginners" enthält viele Elemente einer typischen Indie-Tragikomödie: Ein Protagonist, der seinen Platz im Leben noch nicht so recht gefunden hat. Ein hübsches Mädchen, dass dieser auf völlig unkonventionelle Art und Weise kennen und lieben lernt. Meine Rezension jetzt hier!]]></description>
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<p><img class="alignnone size-full wp-image-528" title="Beginners" src="http://www.farbfilmblog.de/wp-content/uploads/2012/01/beginners_.jpg" alt="" width="540" height="304"><br><em><br><em>Herzerw&auml;rmend, aber auch tieftraurig, am&uuml;sant und &bdquo;irgendwie independent&ldquo; &ndash; ich hatte schon sehr viel &uuml;ber die Tragikom&ouml;die &bdquo;Beginners&ldquo; geh&ouml;rt und gelesen. Aber irgendwie wollte das mit der Sichtung einfach nicht klappen. Erst wurde der Film in meiner Marburger Uniheimat gro&szlig; im Filmkunstkino angek&uuml;ndigt, lief dann aber auf einmal doch nicht. In Berlin lief er nat&uuml;rlich an jeder Ecke, aber zu dem Zeitpunkt war ich nicht in Berlin! Tja, wie das mit manchen Filmen eben leider so ist. Man will sie sehen, bekommt es aus irgendwelchen Gr&uuml;nden aber einfach nicht hin. Unterdessen ist gl&uuml;cklicherweise die DVD erschienen, so dass der Heimkino-Sichtung endlich nichts mehr im Wege stand. Damit zu meiner eigentlichen Rezension <img src="http://www.farbfilmblog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="wp-smiley"></em></em></p>
<p>&bdquo;Beginners&ldquo; enth&auml;lt viele Elemente einer typischen Indie-Tragikom&ouml;die: Ein Protagonist, der seinen Platz im Leben noch nicht so recht gefunden hat. Ein h&uuml;bsches M&auml;dchen, dass dieser auf v&ouml;llig unkonventionelle Art und Weise kennen und lieben lernt. Und ein skurriler Humor, der die ganze Handlung auflockert. Der Protagonist ist in diesem Fall der 38-j&auml;hrige Grafikdesigner Oliver (Ewan McGregor), der nach dem Tod seines Vaters (Christopher Plummer) den Boden unter den F&uuml;&szlig;en verloren hat und nun wieder versucht Struktur in sein Leben zu bringen. Bei einer wunderbar inszenierten Kost&uuml;mparty (Oliver verkleidet sich als Sigmund Freud!) lernt er die franz&ouml;sische Schauspielerin Anna (M&eacute;lanie Laurent) kennen, mit der er sich sofort auf eine ganz besondere Weise seelenverwandt f&uuml;hlt &ndash; und das ohne Worte! Zwischen den beiden entspinnt sich eine zarte Romanze, in deren Verlauf jedoch beide erst merken, was sie wirklich verbindet: Die Unf&auml;higkeit enge Beziehungen aufrecht zu erhalten.</p>
<p>Doch l&auml;ngst nicht nur die Liebesgeschichte zwischen Oliver und Anna wird auf ber&uuml;hrende Weise geschildert. In R&uuml;ckblenden wird die Beziehung zwischen Oliver und seinem krebskranken Vater Hal beleuchtet, der sich erst wenige Jahre vor seinem Tod zu seiner unterdr&uuml;ckten Homosexualit&auml;t bekannte. Auch wenn sich der gesundheitliche Zustand seines Vaters mit der Zeit immer weiter verschlechtert, lehrt ihm sein Vater eines: sein Leben in vollen Z&uuml;gen zu genie&szlig;en, solange es noch geht!<br>
&bdquo;Beginners&ldquo; gelingt das, was nur wenige Filme mit einer solchen Thematik hinbekommen: Tragik und Komik sind wunderbar ausbalanciert. Die behandelten Themen (schwierige Liebesbeziehungen, Krankheit, Vater-Sohn-Beziehung) bieten sich geradezu an, auf kitschige (und vor allem oberfl&auml;chliche und seichte) Art und Weise dargestellt zu werden. Aber genau das ist der Film in keinem Moment! Die Augenblicke, in denen man sich mit den Figuren freut oder sie am liebsten tr&ouml;sten w&uuml;rde, wechseln sich st&auml;ndig ab.</p>
<p>Die Schauspieler &uuml;berzeugen zudem alle in ihren Rollen. Ewan McGregor bl&uuml;ht in der Rolle des nicht ganz so erfolgreichen und vor allem nach dem Tod seines Vaters v&ouml;llig aus der Bahn geworfenen Grafikdesigners auf. M&eacute;lanie Laurent spielt die charmante Franz&ouml;sin auf wunderbar leichtf&uuml;&szlig;ige Art (was f&uuml;r ein L&auml;cheln! Was f&uuml;r ein Leuchten in den Augen!). Nicht zuletzt gl&auml;nzt auch Christopher Plummer als schwer kranker Vater, der sich dennoch von nichts und niemandem seinen Lebensmut nehmen lassen will. Melancholisch, aber dennoch hoffnungsvoll. Bewegend, aber dennoch nicht allzu sehr auf die Tr&auml;nendr&uuml;se dr&uuml;ckend. Ein liebensw&uuml;rdiger Film, der einen auf keinen Fall unber&uuml;hrt l&auml;sst. Ja, das ist &bdquo;Beginners&ldquo;!</p>

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