Buddy dank Fisch in Topform

Ein Artikel von Filmblog-Redakteur Konstantin

Buddy fängt nur große Fische (Filmblog)

Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft oder nur der Auftakt zu einer stilvollen Keilerei? - Bei Buddy weiß man nie genau...

Ein knallharter Ermittler, 5 Tonnen konfiszierter Fisch und eine Ladung Blei im Kopf des Mafiabosses – doch Buddy alias Kommissar Rizzo war’s nicht! „Buddy fängt nur große Fische” ist der erste Film der Plattfußreihe, in welcher Bud Spencer als schlagfertiger neapolitanischer Ermittler mit Leichtigkeit zu überzeugen weiß. Erschienen im Jahr 1973 entstammt er der ersten Hälfte von Spencers Schaffensphase, einer Zeit also in der er noch ohne Terrence Hill den Bösewichten dieser Welt das Leben schwer machte.

In der Prügelkomödie braucht man auf die Spannung nicht lange zu warten, gleich in der ersten Szene schießt ein Schwarzer von einer Dachterrasse wahllos auf unten langgehende Passanten. Wie immer in Bud Spencers Filmen rettet der Dicke persönlich auf intelligente und faustlastige Weise die Situation, als die Polizei Neapels den Schützen ihrerseits erschießen will. Etwas anderes als solche Wendungen, oft gesehen und doch immer wieder witzig, darf man in Bud’s Filmen nicht erwarten. Auch versteht sich von selbst, dass der Schwarze im weiteren Verlauf der Handlung Buddy einen wichtigen Dienst erweisen wird… Dankbarkeit verpflichtet eben.

Doch der Reihe nach: Da haben wir Rizzo, den Kommissar mit der großen Klappe, der Waschtrommelwampe und den harten Fäusten. Sein neuer Chef ist ein seicht gezeichneter Miesling der Rizzo (anscheinend grundlos) vom Dienst suspendiert. Auf eigene Faust schlägt Bud Spencer sich nun durch einen Kriminalfall und mit einem Drogenkartell. Die Bedrohung wird so groß, dass der Suspendierte sich schließlich mit einer rivalisierenden Bande zusammentut. Doch auch hier sind nicht alle auf seiner Seite…und warum nur kommt der neue Polizeichef in Begleitung der Drogenhändler zurück ins Geschehen?  Auch wenn die Ganoven das Rauschgift nicht in elektrischen Zitteraalen, sondern in Thunfischen schmuggeln, garantiert diese Prügelkomödie Hochspannung! Bud Spencer ist in Topform und wartet mit so manchem Spruch wie „Ich halte schon ewig mein Idealgewicht” auf. Die etwas platt gezeichneten Charaktere, die kaum Tiefgang besitzen und sich nicht weiterentwickeln, hinterlassen jedoch einen leicht fischigen Nachgeschmack. Insgesamt ist „Buddy fängt nur große Fische” – Originaltitel bei Premiere in den deutschen Kinos übrigens „Sie nannten ihn Plattfuß” – der wohl beste Film der vierteiligen Reihe.

Der Dialog:

Buddys Geliebte Maria (er geht gerade zu einem Gangstertreffen): „Aber sei vorsichtig!”
Buddy: „Bin ich ja, sonst wären wir schon verheiratet.”

Diverse reichlich nutzlose Fakten:

Produktionsjahr: 1973
Originaltitel: Piedone lo sbirro (Italienisch)
Länge: 100 Min.
Schauspieler: Bud Spencer, Adalberto Maria Merli, Raymond Pellegrin, Juliette Mayniel u.a.
IMDB-Ranking: 6.7 von 10 Sternen (was für einen Spencer-Film ein sehr gutes Ergebnis ist)

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2 Meinungen zu “Buddy dank Fisch in Topform”

  1. Die Shoppingseite Gimahhot.de verlinkt zu unserer Buddy-Rezension.

  2. Das ist ein sehr guter Film und Bud Spencer spielt wie immer sehr gut. Ein muss für alle Bud Spencer Fans.

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